FEB Event Blitzlicht

Der Fachverband der Hersteller elastischer Bodenbeläge e. V. (FEB) bietet seinen Mitgliedern, Fördermitgliedern und deren Mitarbeitern ein neues und überaus aktuelles Portal zur Information, das FEB Blitzlicht.

Das Blitzlicht informiert drei Mal jährlich mit exzellenten Referenten zu brandaktuellen Themen. Der Umfang ist auf zwei Stunden begrenzt, sodass dieses Format nur Online stattfindet und niemand reisen muss. Ziel: Expertisentransfer zu aktuellen Themen in komprimierter Form.

Die Premiere startete nun am 20. April zum Thema:

Quo vadis Büro- und Hotelimmobilien!?

Shutdowns, Corona-Risikogebiete, keine Meetings, keine Gäste, kein Umsatz – das sind die kurzfristigen Folgen im Hotelmarkt. Aber was sind die mittel- und langfristigen Perspektiven?

HomeOffices und die mobile Form der Arbeit spiegeln den Wandel bei der zukünftigen Vermarktung von Büroflächen.

  • Welche Veränderungen sind zu erwarten und wann sind sie zu
    erwarten?
  • Welchen Einfluss haben diese Veränderungen auf die baunahen
    Produkte- und Gewerke?
  • Was sind die mittel- und langfristigen Perspektiven?

Antworten lieferten Lea-Sophie Zwoch und Beatrice Sommer von MRP Consult Germany

Lea-Sophie Zwoch und Beatrice Sommer
Lea-Sophie Zwoch (mrp Berlin) und Beatrice Sommer (mrp Wien),

Die MRP Consult Germany GmbH berät Eigentümer und Projektentwickler von Hotelimmobilien in allen Projektphasen rund um deren Immobilien. MRP verfügt dabei über einzigartiges Know-how und langjährige internationale Erfahrung mit über 400 betreuten Projekten in 21 Ländern.

Die Professionalität wurde durch die Tiefe der Informationen deutlich. Hier einige Auszüge aus der Präsentation:

Hotelbuchungen in 2020 am absoluten Tiefpunkt

  • Übernachtungen in Deutschland (DE) auf dem niedrigsten Wert seit
    Anfang der 90er-Jahre
  • Minus 40 % Übernachtungen in DE
  • weltweit wird die Zahl an Übernachtungen auf das Niveau von 1970
    reduziert
  • Nur in einigen Monaten glänzten Feriendomizile in Top Lagen (Sylt,
    Usedom, Rügen) mit einer sehr guten Auslastung bei hohen Margen.

Insolvenzen werden folgen, jedoch überwiegend die kleinen, familiengeführten Hotels betreffen. Finanzstarke Hotelketten nutzen die Unsicherheiten der Corona Pandemie zum Renovieren sowie zum Design-Update ungenutzter Hotels sowie Flughafen- oder Konferenzhotels.

Nachholeffekte bei Pandemie-Ende

  • Aufgestaute Urlaubstage steigern die Reiseintensität
  • Gutscheine aus vergangenen Jahren werden eingelöst
  • Reiselust (Sehnsucht nach Urlaub) ist ungebrochen hoch

Bislang sind Pleitewellen ausgeblieben und Förderungen halten Hotels „über Wasser“. Übernahmen werden jedoch ab dem 3. Quartal 2021 erwartet. Geld ist vorhanden, die Klärung aktueller Unsicherheiten wird abgewartet.

Trends:

Investoren sehen große Chancen mit

  • life-styligen
  • urbanen und
  • „grünen“ Hotel-Projekten.

Was bedeutet das für die Baubranche?

Viele Hotels werden während der Corona Pause renoviert oder erhalten ein Design Upgrade. Dieses Volumen kompensiert größtenteils den Ausfall neuer und vorerst verschobener Projekte, die jedoch ab Ende 2021 folgen werden.

Martin Langen
Martin Langen, Geschäftsführer der B+L Marktdaten GmbH, Bonn und Dozent für Marktforschung an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg.

Büros: Green Building wird richtig Fahrt aufnehmen

Die B+L Marktdaten GmbH ist ein Marktforschungsinstitut mit dem Branchenschwerpunkt Bauen und Wohnen in Europa und weltweit. Kernprodukte der B+L sind Marktstudien und Marktpotenzialdaten zu Produktgruppen aus den Bereichen Bauen und Wohnen.

Wenn es nach Martin Langen (B+L Marktdaten) geht, wird 2021 für das Segment Offices kein Krisenjahr. Weltweit wird das Wachstum in 2021 um 6,4 % steigen, das betrifft alle Wirtschaftszonen und wird für Europa mit 4,4 % Wachstum prognostiziert.

Der Auftragseingang der Bauindustrie sank im Frühjahr/Sommer 2020, steigt jedoch seit Juli 2020 wieder und folgt den Langzeittrends.

Peak Urban?

Eine Auswirkung der Pandemie: Seit dem Sommer 2020 wandert die Stadtbevölkerung aufs Land. Das zeigt ein Beispiel aus Hamburg, hier sinken die Baugenehmigungen, während die Genehmigungen außerhalb um bis zu 61 % steigen.

Home Offices – Wer will zurück ins Büro?

Die Hälfte der deutschen Erwerbstätigen (49,7 %) arbeitet aktuell im Home Office. Ein Viertel ausschließlich und ein weiteres Viertel im Wechsel mit Büro und Kundenbesuchen.

Fast ein Drittel wird zukünftig überwiegend im Home Office arbeiten. Das belegt Martin Langen anhand einer Studie und prognostiziert dennoch keine Auswirkungen auf den „Nichtwohnbau“:

  • Die Weltwirtschaft „brummt“,
  • Das Kapital ist vorhanden,
  • Finanzierungen sind günstig wie nie zuvor,
  • wachsende Unternehmen wünschen sich moderne Flächen in
  • möglichst „grünen Gebäuden“

Obwohl sich der Flächenbedarf je Mitarbeiter durch Home Offices reduzieren wird, erwartet Martin Langen in den nächsten Jahren weiterhin Fertigstellungen mindestens auf dem durchschnittlichen Niveau der letzten zehn Jahre.

Grüne Zertifikate treiben Mieten und Immobilienwerte

Wenn eine Büroimmobilie für ihre Nachhaltigkeit ein Zertifikat erhält, wirkt sich das erheblich auf die Mieten und den Wert des Gebäudes aus. Und diese Entwicklung wird von Dauer sein.

Was passiert mit Leerständen?

Sanierung und Design Update sind die aktuellen Mittel. Doch seit 2012 zeigt sich ein neuer Trend: Umnutzung der Immobilie:

  • Karstadt Neumünster wird Sparkassenzentrale, dafür war sicherlich die
    Lage der Immobilie ausschlaggebend
  • Nichtwohnbauflächen (NWB) werden zu Wohnungen umgebaut
Umwandlungen
Genehmigte Umwandlungen von NWB-Flächen in Wohnungen in FFM (Quelle: Bauaufsicht FFM)

Resümee von Martin Langen:

„Nach der Pandemie wird im Nichtwohnungsbau das Thema „Green Building“ richtig Fahrt aufnehmen. Danach bestimmen Design, Qualität und Preis die Ausführung der Bauten.

FEB Fazit und Ausblick

Das zeigten schon erste Reaktionen noch während der Online Konferenz: Das Blitzlicht Format, kurz und knapp, mit brandaktuellen Themen und ohne Reiseaufwand ist eine sehr gute und konstruktive Form des Wissenstransfers. Vom Experten für das FEB Mitglied oder Förderer.

Leerstandsquoten
Leerstandsquoten von Büroflächen in % (Quelle: Bauaufsicht FFM)
Für weitere Presse-Informationen:
wellcomm. Gute Kommunikation!
Uwe Viebrock
Poststrasse 23
27404 Elsdorf
T +49 – 4282 – 950 – 11
M +49 – 171 – 7400731
E uv@wellcomm.biz